Im Bereich des Parkplatzes an der Bundesstraße errichten wir den Zugang zum sogenannten Schutterstollen. Dieser Stollen ist für den Abtransport des Ausbruchmaterials konzipiert, das bei den Bauarbeiten des Hauptzufahrtsstollens und der Kaverne anfällt.
Q1 2025
Januar 2025:
Im Schutterstollen wurde bereits im letzten Jahr die temporäre Fahrbahn eingebracht, sodass der Schutterverkehr nun vollständig und ungehindert darüber abgefertigt werden kann.
September 2024
Vom Schutterstollen aus ging der Vortrieb weiter zum Nebenstollen 5. Dort wurden bereits 65 m vorgetrieben. Bis Erreichen des Hauptstollens sind es noch 52 m.
Und was passiert mit dem Ausbruchsmaterial?
Die Schwarzenbachtalsperre ist ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen. Dieser Stausee wurde vor über 100 Jahren errichtet, wofür u. a. Granitblöcke aus einem nahegelegenen Steinbruch verwendet wurden.
Im Zuge des Ausbaus des Pumpspeicherkraftwerks und den damit verbundenen Sprengarbeiten in den Stollen im Berg fallen täglich viele Tonnen an Ausbruchsmaterial an. Täglich transportieren bis zu 200 LKWs dieses Ausbruchsmaterial zum 3,5 km entfernten Steinbruch. Dieser wird über die Projektlaufzeit von 4 Jahren am Ende ca. 1 Millionen Tonnen Ausbruchsmaterial eingelagert haben.
August 2024
Ein spannender neuer Abschnitt unseres Projekts ist das Kreuzungsbauwerk, an dem verschiedene Tunnelabschnitte zusammen kommen: der Zufahrtsstollen, kommend vom Werksgelände, der über das Kreuzungsbauwerk zur zukünftigen Kraftwerkskaverne führt (TM 484,20), der Nebenstollen 5 (TM 72,60) und der Schutterstollen. Bis zur zukünftigen Kraftwerkskaverne fehlen noch TM 94,01.
Sicherheitsmaßnahmen im Tunnel
Jede Person, die den Tunnel betritt, muss zu jeder Zeit einen Selbstretter bei sich führen. Dieses tragbare, 3 kg schwere Atemschutzgerät, ermöglicht im Notfall eine sichere Atmung. Die Mineure, die täglich im Stollen arbeiten, dürfen ihren Selbstretter in einer Box nahe ihrer Tätigkeit lagern, um die körperliche Belastung während der Arbeit zu reduzieren. Zusätzlich wurde eine Rettungskammer platziert und angeschlossen. Diese bietet Platz für bis zu 24 Personen und dient als sicherer Rückzugsort für die Arbeiter im Falle eines Notfalls, wie z.B. einem Brand, einer Explosion oder einem Einsturz im Tunnel. Sie ist mit unabhängigen Luftversorgungssystemen, Kommunikationseinrichtungen und Notfallversorgung ausgestattet. Gemäß Sicherheitsvorschriften muss im Tunnel innerhalb von 300 Metern eine solche Kammer erreichbar sein, um schnellen Zugang im Notfall zu gewährleisten
Mai 2024
Am Schutterstollen laufen die Vortriebsarbeiten auf Hochtouren. Mit täglichen mehrfachen Sprengungen erreichen wir kontinuierlich neue Tiefen. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen ist der Tunnel 65 Meter mit einem Gefälle von 11% vorgetrieben. Damit bewegen wir uns zielstrebig Richtung Kreuzungspunkt mit dem Zufahrtsstollen.
Um zu verhindern, dass Schmutz und Bauschutt auf die öffentlichen Straßen gelangt, wurde eine Reifenwaschanlage installiert. Diese Anlage ist ein wichtiger Teil unserer Umweltschutzmaßnahmen und trägt dazu bei, die Sauberkeit der umliegenden Gebiete zu erhalten.
Ende April
Der Dronenflug Ende April 2024 zeigt einen guten Überblick über die Baufortschritte auf dem Baufeld. Hier zeigt sich der Schutterstollen bereits 65 Meter in die Tiefe vorgetrieben (Stand zum Zeitpunkt der Videoaufnahme). Mit täglichen Sprengungen nähern wir uns zielstrebig in Richtung des geplanten Kreuzungspunktes mit dem Zufahrtsstollen.
Anfang April 2024
Heute ist ein großer Tag für unser Projekt: Die erste Sprengung für den Tunnelzugang über den Schutterstollen zu den untertägigen Bauwerken findet statt. Unsere Expert*innen haben sich in Sicherheit gebracht. Nachdem die Umgebung mit Warnsignalen gesichert wurde, erfolgt die Sprengung. Glück auf!
Bohren der Sprenglöcher: Mit speziellen Bohrgeräten werden Löcher in das zu sprengende Material gebohrt.
Laden der Bohrlöcher: In den gebohrten Löchern werden die Sprengladungen angebracht.
Verkabeln der Sprengladungen: Die Sprengladungen werden mit Zündmitteln versehen und verkabelt
Fertig verkabelt: Es kann los gehen
Baggermatratzen vor dem Portal: Baggermatratzen werden über den Sprengbereichen platziert, um zu verhindern, dass Gesteins- oder Betonstücke durch die Luft geschleudert werden. Dies ist besonders wichtig, um die Sicherheit von Personen in der Nähe sowie umliegende Strukturen zu gewährleisten. Die Matratzen helfen außerdem, das Geräusch der Sprengung zu dämpfen, was die Lärmbelästigung für die Umgebung reduziert.
Kurz vor Sprengung: Alle Sicherheitschecks sind abgeschlossen, die Baggermatratzen liegen positioniert und schützend über dem Sprengbereich.
Nach der Sprengung: Anschließend beginnt die sogenannte Schutterung, bei der das gesprengte Material entfernt und der Bereich für die nächsten Schritte vorbereitet wird.
April 2024 am Eingang des Schutterstollens auf Baufeld 2: Ein besonderer Moment für das Bauteam, denn die Heilige Barbara - die Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer - findet ihren Platz hier. Ihre Figur wird als Zeichen für Schutz und Sicherheit der Arbeiter*innen während des gesamten Bauprozesses aufgestellt. Wie die Tradition vorgibt, wurde auch unsere Statue von einem Pfarrer gesegnet, um den Segen und die Fürsprache der Heiligen zu erbitten. Dieser Brauch ist tief in der Geschichte des Tunnelbaus verwurzelt und verbindet die Crew in Respekt und Hoffnung auf eine unfallfreie Arbeit unter der Erde.
Anfang April 2024 ist der sogenannte Luftbogen des Schutterstollenportals fertig gestellt. Bald kann es losgehen mit den ersten Sprengungen.
März 2024
Das Baufeld 2 Schutterstollenportal wird vorbereitet. Gut zu sehen ist auch die 6 Meter hohe Schutzwand, die die Baustelle von der Bundesstraße B462 trennt. Sie dient zudem dem Lärmschutz während der Bauarbeiten.
Der Voreinschnitt Schutterstollenportal für die Sprengarbeiten wurde vorbereitet.
Februar 2024
Der Baufortschritt am Schutterstollen ist nicht zu übersehen. Mit leistungsstarken Maschinen und durch Lockerungssprengungen wird Material effizient gelöst und abtransportiert. Für den Schutz der Umgebung wurde eine Sicht- und Lärmschutzwand aufgestellt.
Die Bohrungen sind in vollem Gange. Währenddessen laufen die Hang- und Felssicherungsarbeiten auf Hochtouren, um Stabilität zu gewährleisten und die Sicherheit der Baustelle zu erhöhen.
Januar 2024
Im Januar 2024 wurden wichtige Vorbereitungen getroffen. Zu den zentralen Maßnahmen zählten umfangreiche Felssicherungsarbeiten, die nicht nur die Stabilität des Geländes gewährleisten, sondern auch die Sicherheit unserer Mitarbeiter während der kommenden Bauphasen erhöhen.
November 2023
Zu Beginn musste zunächst die Fläche gerodet werden, um das Gelände für die Errichtung der Baustelle vorzubereiten. Aktuell bringen wir Schutznetze an, um einen späteren Steinschlag zu verhindern.