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Windpark Kupferzell-Goggenbach

Gemeinsam mit der Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH plant die EnBW Windkraftprojekte GmbH auf Flächen der Gemeinde Kupferzell im Hohenlohekreis einen Windpark mit sieben Windkraftanlagen. Den BImSchG-Antrag haben EnBW und BWPH gemeinsam im Februar 2016 eingereicht. Beantragt sind sieben WEA vom Typ Vestas V 126, 3,3 Megawatt mit 149 Metern Nabenhöhe. Zurzeit ist das Projekt ruhend gestellt, da eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim anhängig ist.

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Projektpartner

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Ein Projekt der Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH und der EnBW AG

Die Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH wurde 1999 vom Niederhaller Unternehmer Friedrich Hertweck gegründet. Sie betreibt aktuell acht Windkraftanlagen, weitere fünf befinden sich derzeit im Bau. Gemeinsam mit 865 Bürgerinnen und Bürgern – überwiegend aus Hohenlohe trägt Bürgerwind Hohenlohe heute die Idee der Bürgerenergie in der zweiten Generation weiter. Die Besonderheit: Die Anwohner der umliegenden Ortschaften investieren direkt in ihre Bürgerwindenergieanlage(n) und profitieren 20 Jahre lang von attraktiven und ökologischen Renditen.

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Der EnBW-Konzern ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa tätig und verfügt über ein breites Geschäftsportfolio. Mit rund 20.000 Mitarbeitern versorgt er rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser und energienahen Produkten und Dienstleistungen.

Die EnBW errichtet und betreibt Windkraftanlagen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 ihr Windportfolio auf insgesamt 1000 Megawatt installierte Leistung in Deutschland auszubauen. Im Bereich Onshore sind heute bereits rund 110 Anlagen mit zusammen 190 Megawatt installierter Leistung in Betrieb.

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Kontakt

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Termine

Derzeit stehen keine Termine an.

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Projektdetails

Standorte der Windenergieanlagen Windpark Kupferzell-Goggenbach

Das Planungsgebiet für den Windpark Kupferzell-Goggenbach befindet sich nördlich der A 6 zwischen den Ortschaften Rüblingen, Goggenbach, Eschental und Bauersbach sowie dem Weiler Einweiler.

Eigentümer der für den Bau und den Betrieb des Windparks benötigten Flächen sind zahlreiche private Grundstückseigentümer überwiegend aus den umliegenden Ortschaften. In den Jahren 2014 und 2015 konnte ein umfangreiches Flächenpachtmodell abgeschlossen werden, von dem die Eigentümer je nach Nutzung ihrer Fläche profitieren.

Grundlage für den Standort des Windparks Kupferzell-Goggenbach sind eigene Planungen nach den Vorgaben des Windenergieerlasses Baden-Württemberg.

Sieben der acht geplanten Windenergieanlagen wurden am 15. Februar 2016 zur Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beim zuständigen Landratsamt eingereicht. Für die achte Windenergieanlage werden weitere Artenschutzuntersuchungen bis zum Sommer 2016 durchgeführt. Wenn die Untersuchungsergebnisse positiv ausfallen wird für diese Windenergieanlage der Antrag nach BImSchG im Spätsommer 2016 ebenfalls beantragt.

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Anlagenanzahl & Anlagentyp

Es sind acht Windenergieanlagen des Typs Vestas V 126-3.3 mit einem Large-Diameter-Steel-Tower von 149 Metern und damit einer Gesamthöhe von 212 Metern geplant. Die Anlagen haben eine Leistung von jeweils rund 3,3 Megawatt geplant.

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Windverhältnisse

Eine Vorabuntersuchung des Standorts geht von einer mittleren Windgeschwindigkeit von 6,1 m/s auf Nabenhöhe als Durchschnitt für alle geplanten Anlagen aus. Das Windpotenzial des Standorts ist mittels Windmessungen über eine LiDAR-Anlage ermittelt worden. Die Windmessungen fanden zwischen Dezember 2015 und März 2016 statt.

Die LiDAR-Technologie hat sich in den letzten Jahren in der Windbranche durchgesetzt und entspricht neben den normalen Windmessmasten dem aktuellen Stand der Technik. Bei diesem Fernerkundungsverfahren werden Laserstrahlen innerhalb kürzester Zeit nacheinander in verschiedene Himmelsrichtungen gesendet. Durch Rückstreuung an den Partikeln in der Atmosphäre (Dopplereffekt) können somit sehr genaue Rückschlüsse auf die aktuelle Windgeschwindigkeit sowie Windrichtung in verschiedenen Höhen bis zu 200 Meter über Grund gezogen werden. Zusätzlich zeichnen Sensoren die Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie den Luftdruck auf. Die Messdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet und täglich über ein GSM-Modem zum jeweiligen Betreuer des Messgeräts übertragen.

Im Rahmen der Planungen zum Windpark Langenburg ist über einen 120 Meter hohen Windmessmast 18 Monate lang das Windpotenzial in der Region gemessen worden. Für den Windpark Kupferzell-Goggenbach sind die ergänzenden Messungen über LiDAR damit ausreichend. Die LiDAR-Messdaten werden abschließend von akkreditierten Gutachtern ausgewertet und mit den Windmessdaten vom Windpark Langenburg und weiteren umliegenden Windparks abgeglichen, um daraus eine eigene Windertragsprognose für den Standort Kupferzell-Goggenbach zu ermitteln.

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Die Belange von Mensch und Umwelt

Bevor der Windpark Kupferzell-Goggenbach genehmigt und gebaut werden kann, sind zahlreiche Fachgutachten notwendig, über die geprüft wird, ob der Windpark im Einklang mit den Belangen der Bevölkerung vor Ort sowie Umwelt und Natur stehen. Der Umfang und Inhalt der Untersuchungen und Gutachten wurde mehrfach mit dem zuständigen Landratsamt Hohenlohekreis abgestimmt.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) werden diese Gutachten vom Landratsamt intensiv auf Vollständigkeit und Plausibilität sowie die einhergehenden Ein- und Auswirkungen auf die Umwelt und die Bevölkerung geprüft.

Von Februar bis Oktober 2015 wurden Untersuchungen für Avifauna, Flora sowie für umfangreiche Untersuchungen zu den Fledermaus-Populationen nach den strengen Vorgaben des Landesamtes für Umwelt, Messungen und Natur Baden-Württemberg (LUBW) durchgeführt.

Die avifaunistischen Untersuchungen haben gezeigt, dass im Gebiet der geplanten Windparks Rot- und Schwarzmilane vorkommen. Um hier das Risiko zur Kollision zu reduzieren, sollen Maßnahmen wie temporäre Abschaltungen der Windkraftanlagen zu Zeiten bestimmter Feldarbeiten unter den Anlagen oder Ablenkflächen angelegt werden.

Von akkreditierten Gutachtern wurden Schall- und Schattenwurfgutachten erstellt. Die Untersuchungen zum Schall haben ergeben, dass alle Anlagen im leistungsoptimierten Bereich laufen können.

Aufgrund der Untersuchungen zum Schattenwurf wird es insbesondere für die Ortschaften Goggenbach und Bauersbach sowie für Einweiler Schattenwurf-Abschaltungen gegeben. Zu diesem Zweck werden die Windkraftanlagen mit Schattenabschaltautomatiken ausgestattet, damit die Grenzwerte der maximalen Belastungsdauer eingehalten werden können.

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Netzanbindung

Es liegt eine Einspeisezusage für das Umspannwerk Kupferzell auf Mittelspannungsebene vor. Vom Windpark zum Umspannwerk erfolgt die Verlegung der Mittelspannungs- und Datenkabel als Erdkabel.

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Projekttagebuch

Hier informieren wir Sie über wichtige Ereignisse und Meilensteine beim Bau des Windparks Kupferzell-Goggenbach. Sie finden an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Planungs- und Genehmigungsprozess sowie zum Baufortschritt:

Abschluss Nutzungsverträge mit Grundstückseigentümern
August 2014 bis Oktober 2015
Untersuchungen für Gutachten zum Artenschutz
Februar 2015 bis Oktober 2015
Windmessung mit LiDAR
Dezember 2015 bis März 2016
Weitere Fachgutachten
seit Januar 2016
Einreichen Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung
Februar 2016
Erwirkung Rückstellung des BImSchG-Antrags durch GVV
August 2016
Antrag auf Verlängerung der Rückstellung um ein weiteres Jahr
Juli 2017
Antrag auf Ablehnung der Zurückstellung
August 2017
LRA Hohenlohekreis genehmigt den Teil-FNP Wind des GVV
August 2018
BWPH und EnBW sowie zwei weitere Kläger stellen beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim einen Normenkontrollantrag
Mai 2019
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MitMach-Modelle

Die Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH wird die Bürger der umliegenden Ortschaften finanziell an der Hälfte der Windenergieanlagen beteiligen. Dies wird in Form der direkten Beteiligung einer GmbH & Co. KG erfolgen, dem klassischen Bürgerwindparkmodell. Hierzu wird ein Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt ausgearbeitet. Darin werden alle Details zur Beteiligung abgebildet werden.

Die Bürgerinnen und Bürger werden über dieses Modell direkter Gesellschafter an der Betreibergesellschaft. Weitere Informationen finden Sie unter www.buergerwindpark.de

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Die häufigsten Fragen (FAQ)

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Von den Ortschaften und Siedlungen ist der Windpark rund 850 Meter entfernt, zu Aussiedler-Gehöften besteht ein Abstand von rund 500 Metern.

Wie weit wird der Windpark von der nächsten Ortschaft entfernt sein?

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Die geplante achte Windenergieanlage befindet sich im Wald. Für den Bau der Anlage sowie für die Einrichtung der Kranausleger-, Montage- und Stellflächen müssen anfangs cirka 1 Hektar Wald gerodet werden. Nach Beendigung der Baumaßnahmen wird ein Teil der Flächen wieder zurückgebaut und renaturalisiert. Für den Betrieb der Anlage bleibt je nach Anlagentyp rund ein halber Hektar dauerhaft gerodet. Die Inanspruchnahme der Waldflächen geschieht in enger Abstimmung mit der Forstbehörde. Die gerodeten Flächen werden an anderer Stelle wieder aufgeforstet, das ist Auflage der Genehmigungsbehörde.

Müssen Bäume für den Windpark gefällt werden?

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Während der Bauphase, insbesondere beim Betonieren der Fundamente, wird es einen erhöhten LKW-Verkehr geben.

Welche Beeinträchtigungen für die Anwohner gibt es durch den Bau des Windparks?

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Am Bau des Windparks werden auch Unternehmen aus der Region beteiligt sofern die einschlägigen Kompetenzen gegeben sind.

Profitieren auch Unternehmen aus der Region?

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